Der Mariagerfjord ist eine schmale, von Wäldern, Weiden und Stränden gesäumte Grenze zwischen Nord- und Mitteljütland. Im Sommer dampft durch blühende Blumen und die kopfsteingepflasterten Straßen und schmucken Fachwerkhäusern sonntags eine Oldtimerbahn aus dem 18. Jahrhundert auf einer 20km langen Schmalspurstrecke nach Handest.
Der Ort Hobro befindet sich am Ende des Fjords und wurde zu Anfang des 19. Jahrhunderts von zwei Stadtbränden heimgesucht. Alle historischen Gebäude wurden vernichtet. Trotzdem ist Hobro durch die Funde aus der nahegelegenen Wikingerburg eine Reise wert.
Zu sehen sind hier 16 ähnliche Häuser mit ellipsenförmigem Grundriß, die einmal die Quartiere innerhalb der Wikingerburg Fykat bildeten. Der Durchmeßer der kreisförmigen Anlagen von Frykat ist 120m. Heute sind die Hauspfosten in Beton gegoßen und demonstrieren, wie dicht damals die Bebauung innerhalb des Ringwalls war. Die Burg wurde damals von umliegenden Wikingerhöfen versogt.
Ein Wikingerhaus ist originalgetreu nachgebaut. Im Vergleich zu Bauernhöfen unterschiedet es sich durch die Bauweise, die völlig aus Holz besteht. Ein restauriertes Bauernhaus ist ein paar Meter weiter zu bestaunen. Die Wände bestehen aus einem Weidegeflecht, das mit Sand, Kuhmist und Stroh abgedichtet wurde. Hier können Urlauber wunderbar in die Rolle der alten Wikinger schlüpfen.
Wer sich jedoch mehr für das Segeln intereßiert, ist in Hobro aber genau so richtig. Das Lystfartojsmuseet ist ein Paradies für Freizeitsegler.

